Wichtiger Kompass für die weitere Stärkung der ambulanten Hospizarbeit!

„Die ehrenamtliche Hospizarbeit ist unvorstellbar wertvoll – sie stellt den Menschen und seine individuellen Bedürfnisse am Lebensende in den Mittelpunkt und ermöglicht so ein Leben, das bis zuletzt würdevoll, selbstbestimmt und lebenswert ist. Um den Anforderungen an die Hospizarbeit im Jetzt und in der Zukunft entsprechen zu können, hat das Sozialministerium die Studie ‚Zukünftige Bedarfe ambulanter Hospizvereine in Bayern‘ in Auftrag gegeben. So wollen wir die Hospizarbeit in Bayern durch passgenaue Maßnahmen noch zielgerichteter stärken“, so Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer heute in München anlässlich der Veröffentlichung der Studie „Zukünftige Bedarfe ambulanter Hospizvereine in Bayern“.

Die von Prof. Dr. Martina Wegner, Hochschule für angewandte Wissenschaften München, und Prof. Dr. Thomas Klie, Zentrum für Zivilgesellschaftliche Entwicklung, Freiburg, erstellte Studie, gibt ein genaues Bild über die Situation der Hospizvereine und deren aktuellen und künftigen Bedarfe. „Die Studie zeigt, dass ambulante Hospizvereine in Bayern höchst aktiv sind und sich neuen gesellschaftlichen Herausforderungen stellen. Sie erbringen Höchstleistung in der Betreuung und Begleitung von Schwerkranken und Sterbenden. Sie engagieren sich in der Aus- und Weiterbildung von Hospizhelferinnen und Hospizhelfern, sind Profis im Freiwilligenmanagement, wagen sich in neue Bereiche vor und knüpfen neue Partnerschaften“, so Frau Prof. Dr. Martina Wegner.

„Es gilt nun für die Hospizidee in unserer Gesellschaft weiter zu werben und dieses Engagement im Hospizbereich durch Rahmenbedingungen wie Qualifizierungsmaßnahmen noch weiter zu stärken. Deshalb fördern wir bereits seit langem über die Bayerische Stiftung Hospiz die Aus- und Weiterbildung sowie die Supervision von Hospizhelferinnen und Hospizhelfern und gewähren Zuschüsse zu den Sachkosten ambulanter Hospizdienste – allein 2011 mit rund 100.000 Euro“, ergänzte die Sozialministerin.

In Bayern besteht ein Netz von über 120 ambulanten Hospizvereinen mit 5.800 ehrenamtlichen Hospizhelferinnen und -helfern, die jährlich ca. 225.000 Stunden am Bett von schwerstkranken oder sterbenden Menschen verbringen. Ergänzt wird dieses engmaschige ambulante Netz durch 14 stationäre Hospize mit 142 Plätzen sowie ein Kinderhospiz.

Die Studie finden Sie hier:

>> Studie zum downloaden