Dieter Steger am Eingang des Hospizbüros in der Norisstraße

Hospizverein Hilpoltstein-Roth zieht Jahresbilanz – Neuer Standort mit viel Platz in der Norisstraße in Roth

Der Hospizverein Hilpoltstein-Roth hat noch vor der Ausrufung des Katastrophenfalls in Bayern seine Jahresversammlung abgehalten – und das auch zum ersten Mal in seinen neuen Räumen.

Eines der Hauptthemen im Rechenschaftsbericht der Vorsitzenden Agathe Meixner war deshalb auch der Umzug des Hospizbüros im vergangenen Jahr von der Bahnhofstraße in die Norisstraße in Roth.

Nach über 16 Jahren im Zentrum von Roth, nahe der Kulturfabrik, waren die alten Räume für die zunehmenden Aktivitäten und die steigende Zahl der Hospizbegleiter viel zu klein geworden. Viele Aktivitäten des Vereins waren deshalb schon in angemietete Räume ausgelagert worden, da die Kapazitäten nicht mehr ausreichten.

Besonders hob Meixner einen weiteren Vorteil des neuen Standorts hervor: Jede Menge kostenloser Parkplätze direkt vor der Tür und ein fast barrierefreier Zugang. Wichtig sei dem Vorstand auch gewesen, dass die neuen Räume mit Blick auf die nächsten 10 bis 15 Jahre ausbaufähig seien.

Im Anschluss an denJahresbericht der Vorsitzenden informierte Hospizkoordinator Dieter Steger über die Zahlen des vergangenen Jahres. So betreute der Hospizverein 2019 im ambulanten Bereich insgesamt 78 Schwerstkranke und Sterbende, darunter ein Kind mit zehn Jahren und einen Jugendlichen mit 18 Jahren. Immer mehr Sterbebegleitungen fänden in Alten- und Pflegeheimen statt, zuletzt lag der Anteil bei 63 Prozent. Eine weitere Betreuung hätte im Bereich der Behindertenhilfe stattgefunden.

Ein schon seit vielen Jahren großes Aufgabengebiet des Hospizvereins ist die Palliativstation in der Kreisklinik. Hier hätten die Hospizbegleiter im vergangenen Jahr 203 todkranke und sterbende Patienten besucht und dabei insgesamt 663 Besuche geleistet. Regulär seien alleine dort sieben Hospizbegleiter im Einsatz – insgesamt sind es derzeit 30 Frauen und Männer, die ehrenamtlich zur Verfügung stehen, so Steger.

Die enge Zusammenarbeit mit der Spezialisierten Ambulanten Palliativpflege, zu deren Trägern unter anderem der Hospizverein zählt, habe sich bewährt und führe immer wieder zu Aufträgen.

Schatzmeisterin Marina Urner musste in ihrem Kassenbericht ein leichtes Defizit vermelden, das jedoch durch den Umzug entstanden sei. Ansonsten stünde der Verein solide da und sei bereit für neue Aufgaben. An dieser Stelle dankte die Schatzmeisterin nochmals allen Spendern des vergangenen Jahres, insbesondere Martina Schuster aus Heideck für das von ihr organisierte Benefizkonzert im Herbst, den beiden Sportlern, die im Rahmen des Challenge-Triathlons für Spenden geworben hatten und der Familie Walchshöfer für das Charitiy-Schwimmen.

Erfreulicherweise hielt sich die Mitgliederzahl des Hospizvereins im vergangenen Jahr weiterhin stabil bei rund 200. Im Anschluss an die Versammlung nutzten einige Mitglieder noch die Gelegenheit, die neuen Räume ausgiebig zu besichtigen. Alle zeigten sich sehr angetan und beglückwünschten den Hospizverein zu seiner neuen Bleibe.