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Hilpoltstein (bus) Noch vielen Bürgern unbekannt ist die Arbeit des Hospizvereins Hilpoltstein-Roth, den dessen Vorsitzende Agathe Meixner in der jüngsten Versammlung des Seniorenbeirats der Stadt Hilpoltstein vorgestellt hat. Meixner, die den 1998 gegründeten Hospizverein im vergangenen Jahr von der Gründungsvorsitzenden Ingrid Gerstner übernommen hat, betonte in ihrem Vortrag die Wichtigkeit dieser Einrichtung.

Das Ziel des Vereins sei die Begleitung Schwerstkranker und Sterbender, aber auch die Betreuung der Angehörigen zu Hause oder in der Palliativstation der Kreisklinik Roth. Die Unterstützung der aktuell vier Begleiter, die in der Palliativstation ihre Hilfe anbieten, würde von den meisten der dortigen Patienten gerne angenommen. In Zukunft wolle man auch versuchen, in den Pflegeeinrichtungen des Landkreises präsent zu sein.
An jedem ersten Freitag im Monat biete der Verein ein offenes Trauercafé im Wohnheim der Kreisklinik Roth an, an dem jeder ohne Anmeldung teilnehmen könne, so Meixner. Zusätzlich gebe es auch eine geschlossene Trauergruppe, in der sich derzeit sieben Teilnehmer austauschen könnten. Eine solche Trauergruppe gibt es voraussichtlich einmal pro Jahr – allerdings ist hier eine Anmeldung erforderlich.

Die Hospizbegleiter würden vom Verein selbst ausgebildet, informierte Meixner. Erst kürzlich hätten sich elf Teilnehmer im zehnten Kurs des Vereins ausbilden lassen, sechs davon wollen als Trauerbegleiter weiter im Verein mitarbeiten. Die Angebote des Vereins, der aktuell 185 Mitglieder im Alter von 30 bis 70 Jahren sowie 18 aktive Hospizbegleiter zählt, seien kostenlos und geschähen allesamt ehrenamtlich. Um aber den Hospizverein Hilpoltstein-Roth, der sich seit seiner Gründung sehr positiv entwickelt hat, besser bekannt zu machen, stellt ihn die Vorsitzende derzeit in verschiedenen Gremien und Vereinen des Landkreises Roth vor. Zeigen wolle der Hospizverein seine Arbeit, die für Sterbende und Trauernde eine große Erleichterung darstellt, heuer erstmals auch auf dem Rother Altstadtfest.

Von Rudolf Heubusch, Hilpoltsteiner Kurier