„Was befreit uns von der Angst? Was trägt uns in Zeiten der Sorge?“ Diesen Fragen ging Pfarrerin Verena Fries im Rahmen eines Gottesdienstes in der evangelischen Erlöserkirche Hilpoltstein nach.

Am Sonntag nach dem Reformationstag zeigte sie auf, wie die Erkenntnisse des Dr. Martin Luthers den Menschen damals die Angst vor Tod, Verdammnis und Hölle nahm. Aber auch heute noch könne die Gewissheit der Gnade Gottes und seiner bedingungslosen Liebe, Menschen durch Zeiten der Verzweiflung und Not tragen.

Im zweiten Teil ihrer Predigt kam Pfarrerin Fries von der Kanzel zu den Hospizbegleitern und befragte sie zu ihren persönlichen Erfahrungen als Ehrenamtliche, die es im Rahmen ihrer Tätigkeit oft mit Ängsten von Menschen zu tun hätten.

Diese berichteten von schönen, berührenden Erlebnissen bei Begleitungen, von Momenten, wo sie ihren eigenen Glauben trostspendend einbringen konnte – aber auch von Situation, wo sie selbst als erfahrene Hospizbegleiter an ihre Grenzen gestoßen sind.

Hospizkoordinator Dieter Steger beantwortete Fragen, wie: „Wo ist der Hospiz-Verein überall tätig? Gibt es irgendwelche Voraussetzungen, um begleitet zu werden?“ oder: „Wie kommt man zu einer Hospizbegleitung? Kostet diese etwas?“

Am Ende des Gottesdienstes lasen Hospizbegleiterinnen und Diakon Steger die Fürbitten und standen den Gottesdienstbesuchern für Fragen und Gespräche zur Verfügung.

Die Resonanz der Gemeinde war so positiv, so dass von Seiten des Hospizvereins angedacht ist, sich in ähnlicher Weise auch andernorts im Landkreis bei Gottesdiensten einzubringen. Die katholische Gemeinde in Roth bekundete bereits Interesse für nächstes Jahr.

Dieter Steger

Foto: Interview am Altar