Bericht von der Jahresversammlung 2019

Katja Egerer, Anneliese Weidinger, Dietmar Schuster, Agathe Meixner und Klaus Rettlinger

Der Hospiz -Verein Hilpoltstein – Roth e.V. ist für die kommenden Jahre gut aufgestellt. Und das Engagement für Sterbende und Trauernde ist für die Betroffenen so wie auch für alle aktiven Mitglieder ein großer Gewinn.
Dieser Einschätzung konnten die Besucher der diesjährigen Mitgliederversammlung auf Grund der vorgetragenen Zahlen, Fakten und Schilderungen mühelos folgen.So standen neben den Rechenschaftsberichten der Vorsitzenden Agathe Meixner, dem Koordinator Dieter Steger und dem Kassenbericht, Neuwahlen des Vorstandes auf der Tagesordnung

Landrat Herbert Eckstein dankte in seinem Grußwort den ehrenamtlichen Mitarbeitern für ihren großen Einsatz. Besonders positiv hob Eckstein das Durchhaltevermögen des Vereins während der Auseinandersetzung mit den Krankenkassen um die finanzielle Förderung bestimmter Leistungen im vergangenen Jahr hervor. Er lobte den Mut, sich gegen die „großen Krankenkassen“ zu stellen.

Kassenbericht
Agathe Meixner legte – in Vertretung für die erkrankte Kassiererin Marina Urner – die Eckpunkte der Ein und Ausgaben des Vereins dar.
Der Verein steht durch die Mitgliedsbeiträge, den Spendengeldern und nicht zuletzt durch die nachträglich gezahlte Förderung der Koordinatorenstelle (D. Steger) aktuell auf einer finanziell soliden Basis.

Die jährlich 500 Euro für das HPVN Südfranken (Hospiz- und Palliativnetzwerk Südfranken) seien gut investiertes Geld, weil dadurch die Hospizvereine, die SAPV, beide Kliniken und die beiden Landkreise Weißenburg und Roth in Sachen Palliativarbeit gut vernetzt seien.

Die Vorsitzende bedankte sich bei allen Mitgliedern und Freunden für die finanzielle und zeitliche Unterstützung. Die beiden Kassenprüfer bestätigten der Kassiererin eine einwandfreie Kassenführung.

Jahresbericht
In ihrem Jahresbericht betonte die Vorsitzende, dass der Verein trotz der Probleme mit den Kassen zusammengehalten habe und dankte dem anwesenden Landrat für seine Unterstützung in dieser schwierigen Zeit. Sie erinnerte sich, wie belastend die unsichere Situation für den Verein gewesen sei.

Meixner erwähnte in diesem Zusammenhang, dass der Verein 2018 von der Paula Kubitscheck-Vogel-Stiftung mit 20.000 €, unterstützt wurde. Glücklicherweise konnte das Geld inzwischen wieder zurückgezahlt werden.

Ebenfalls sei es sehr erfreulich, dass die SAPV (Spezialisierte Ambulante Palliativ Versorgung) 2018 nicht nur einen guten Start hatte, sondern bereits nach einem Jahr von den Bürgern der beiden Landkreise sehr gut angenommen wurde. Auch die Zusammenarbeit mit dem Hospiz-Verein funktioniere sehr gut.

Koordinator Dieter Steger berichtete über die Zahlen und Fakten, die der Arbeit des Vereins zu Grunde liegen. So wurden 2018 im ambulanten Bereich 33 Menschen im Alter zwischen  53 Jahre und 96 Jahre begleitet. Davon lebten 18 Personen in Senioreneinrichtungen, 13 Personen zu Hause und 2 Patienten hielten sich als Patienten in der Kreisklinik in einer Allgemeinstation auf. Besonders erfreulich sei, so Steger, die positive Zusammenarbeit mit Senioreneinrichtungen. Sie konnte im vergangenen Jahr weiter vertieft werden.

Auf der Palliativstation wurden 2018 nahezu 200 Patienten betreut und mit den Patienten oder ihren Angehörigen insgesamt 700 Gespräche geführt. Auch wenn manche Besuche bei einigen Patienten oft nur 10 Minuten dauerten, so investierten die Begleiter bei anderen oft mehrere Stunden.

In der Summe waren es dann 282 Stunden die unsere Hospizbegleiter mit den Patienten oder deren Angehörigen 2018 verbracht haben. Die Zeiten der Übergaben, Besprechungen, Fortbildungen, Gedenkgottesdienste oder Fahrzeiten sind noch hinzu zu rechen.

Als Koordianor der Begleitungen bedankte sich Diakon Dieter Steger ausdrücklich bei allen Hospizbegleitern für ihr Engagement und betonte, „dass es, wenn auch oft kurzfristig, so gut wie immer möglich war, die Anfragen der Menschen zu bedienen. 20.544 gefahrene Kilometer für die Hospizarbeit sprechen für sich“, so Steger.

Vorstandswahlen
Im Vorstand des Vereins gab es mehrere Veränderungen. Theresia Heim, langjährige, stellvertretende Vorsitzende sowie Schriftführerin Katja Egerer gaben ihr Amt ab. Zur Nachfolgerin von Schriftführerin Katja Egerer wurden einstimmig Anneliese Weidinger sowie der Rother Dietmar Schuster als Beisitzer in den Vorstand gewählt.

Zum stellvertretenden Vorsitzenden, als Nachfolger von Theresia Heim, wählte die Versammlung Klaus Rettlinger. Rettlinger war bisher als Beisitzer im Vorstand und als Hospizbegleiter tätig.

Die Vereinsvorsitzende Agathe Meixner, Marina Urner als Kassiererin, Beisitzer Ingrid Gerstner, Guntram Rudolph und Claudia Schwab wurden ebenso wie die Rechnungsprüfer Dr. Stefan Barthel und Manfred Lodes einstimmig im Amt bestätigt.
Agathe Meixner bedankte sich herzlich beim „alten“ Vorstand und wünschte dem neugewählten Gremium alles Gute

Weitere Informationen:
unter: www.hospizverein.org

Bericht: Guntram Rudolph
Foto: (D. Steger)
Katja Egerer, Anneliese Weidinger, Dietmar Schuster, Agathe Meixner und Klaus Rettlinger