Die Teilnehmer/-innen des Gemeinschaftswochenendes

„Was gibt mir Halt in schwierigen Zeiten? Was hilft mir, wenn mich etwas belastet?“  Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleiter beschäftigen sich auf Einkehrtagen mit dem Thema „Halt“
Mit diesen Fragen beschäftigten sich vierzehn Hospizbegleiterinnen des Hospiz-Vereins Hilpoltstein-Roth e.V. einen Tag lang auf ihrem Gemeinschaftswochenende in Sulzbürg bei Neumarkt.

In kleinen Gruppen tauschten sie sich aus, wo sie schwere und unsichere Zeiten erlebt hatten und was ihnen dabei geholfen hatte, diese zu überwinden. Manche benannten Sport und Bewegung als ihr Rezept gegen Trauer, andere Haustiere oder Gespräche mit Freunden. Manche sammelten Kraft durch Meditation. Einige stärkten sich durch Musik oder musizieren, manche benannten Spaziergänge in der Natur, Gebet und ihren Glauben als Kraftquelle.

Einig war man sich, dass es sowohl privat als auch im Dienst als Hospizbegleiterin und Hospizbegleiter wichtig sei, seine eigenen Methoden zu entwickeln, um mit den Herausforderungen des Lebens fertig zu werden.
Solche Situation erleben Hospizbegleiter oft bei ihren Besuchen bei schwerstkranken und sterbenden Menschen. Auch hier ist von einem Moment auf den anderen nichts mehr, wie es einmal war. Betroffene und ihre Angehörigen verlieren zuweilen ihren Halt.

Christina Fischer aus München, Kommunikations-Coach und Trainerin führte durch den Tag und erteilte den Ehrenamtlichen eine weitere Aufgabe: Sie sollten in dem wunderschönen Garten der Freizeit- und Tagungsstätte kreativ und experimentell aufzeigen, wie man praktisch „Halt“ finden könne.
Und so entführte eine Arbeitsgruppe die restlichen Teilnehmer in die meditative Erstellung eines Mandalas – bestehend nur aus Materialen des reichhaltigen Gartens, eine andere Gruppe zeigte anhand von verschiedenen Materialien im Garten auf, wie verschieden sich „Halt“ anfühlen kann und die dritte Gruppe verdeutlichte, wie sehr die Unterstützung anderer Menschen helfen kann, Halt zu finden.
Neben der fachlichen Auseinandersetzung kam der gemeinschaftliche Aspekt des Wochenendes nicht zu kurz. Gerade im Bereich Sterbebegleitung ist es sehr wichtig, dass Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleiter eine gute Gemeinschaft bilden, die sich gegenseitig trägt. Hierzu diente das Wochenende ebenfalls.

Und so konnten die vier neuen Hospizbegleiter am Schluss erfreulich Resümee ziehen: „Wir sind nun wirklich in der Gruppe angekommen!“
Insgesamt umfasst die Gruppe der Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleiter des Hospiz-Verein Hilpoltstein-Roth 28 Ehrenamtliche, sieben davon sind in diesem Jahr neu hinzugekommen.

Dieter Steger