mr may

„Bewegende Betrachtung des Todes als poetische Ode an die Zerbrechlichkeit des Lebens und den Triumph der Menschlichkeit.“

 John May ist ein Mensch der besonderen Art: Ein Eigenbrötler, akribisch, zurückhaltend, aber mit einem großen Herz für andere. Mit Engelsgeduld kümmert er sich als „Funeral Officer“ im Auftrag der Londoner Stadtverwaltung um die würdevolle Beisetzung einsam verstorbener Menschen. Selbst für das Schreiben der Trauerreden findet er Zeit und Worte – gehalten auf Trauerfeiern, die nur auf einen einzigen Gast zählen können: Mr. May. Doch John Mays Sorgfalt, Respekt und Hingabe passen schlecht zusammen mit dem strengen Gebot der Wirtschaftlichkeit, das sich die Stadtverwaltung auf die Fahnen geschrieben hat. Warum sich solche Mühe machen für Tote, die keiner mehr kennt? Seine Stelle wird gestrichen, ein letzter Fall bleibt ihm: Billy Stoke, einsam gestorben in seiner verwahrlosten Wohnung genau vis-à-vis von Mays penibel geordnetem Zuhause. 

Mit aller Leidenschaft und Zähigkeit stürzt sich May in diesen letzten Fall, der ihm so nahe ist. Wer war dieser Billy Stoke? Wie war sein Leben, wer waren seine Freunde, hatte er Familie? Als May auf die ersten Spuren stößt, beginnt eine befreiende Reise, die ihn auch sein eigenes Leben mit allen Aufregungen und Gefahren wagen lässt.

Uberto Pasolini, Produzent von Filmen wie „Ganz oder gar nicht“, der 2008 seine erste Regiearbeit „Machan“ präsentierte, trifft mit seinem zweiten Werk, das bei der Mostra 2013 als Geheimtipp galt und von starker Mundpropaganda profitierte, mitten ins Herz. Die anrührende Geschichte geht über das Individuelle hinaus und weist auf die Leerstellen der modernen Gesellschaft hin – auf mangelnde Empathie, Einsamkeit und Egoismus in der Großstadt, Arbeitslosigkeit, die Folgen eines kalten Neoliberalismus.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit  von Bavaria Kino Roth und dem Hospiz-Verein Hilpoltstein-Roth e.V. 
Bahnhofstr. 7, 91154 Roth, Tel. 09171/1545
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