gerstner_sozialmedalieIngrid Gerstner wurde für Hospizarbeit ausgezeichnet

ROTH/MÜNCHEN — Ingrid Gerstner, langjährige Vorsitzende des Hospiz-Vereins Hilpoltstein-Roth, wurde in der Residenz München von Sozialministerin Christine Haderthauer für ihr „beispielhaftes Wirken“ mit der Bayerischen Staatsmedaille für soziale Verdienste ausgezeichnet.

Einmal jährlich zeichnet der Freistaat Menschen aus, die sich im sozialen Bereich besondere Verdienste um den Freistaat Bayern und seine Bürgerinnen und Bürger erworben haben. 2013 wurde die Staatsmedaille an insgesamt 23 Persönlichkeiten verliehen.

Ende der 1990er Jahre rief Gerstner zusammen mit weiteren Mitstreitern den Hospiz-Verein Hilpoltstein-Roth ins Leben. Zunächst als Gründungsmitglied und später als erste Vorsitzende hätte sich Gerstner mit bewundernswertem Elan und unter Einbringung eines großen Teils ihrer Freizeit für die Betreuung und Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen eingesetzt, betonte Haderthauer in ihrer Laudatio.

Der Hospizverein bietet neben der ambulanten und stationären Betreuung Betroffener auch vielfältige Angebote zur Bewältigung der Trauer und Hilfen beim Aufbau eines Betreuungsnetzes sowie Beratung und Information. „Das umfangreiche Angebot sowie die erfolgreiche Entwicklung des Hospizvereins sind hierbei maßgeblich auf Ihr Engagement und Ihr breites Fachwissen im Bereich der Hospizarbeit zurückzuführen“, erklärte Haderthauer. Unermüdlich halte Gerstner Vorträge und mache durch kompetente Öffentlichkeitsarbeit die Hospizarbeit in der Gesellschaft transparent.

Auch nach ihrem Rückzug nach 15 Jahren als Vorsitzende arbeite Gerstner regelmäßig selbst in der Geschäftsstelle mit und übernehme, wann immer es ihr möglich sei, auch die Begleitung Sterbender und deren Angehöriger, bewunderte Haderthauer das Engagement der Ausgezeichneten.

rhv